Feedback ist eines der wirksamsten Werkzeuge in der Führung. Und gleichzeitig eines der am meisten unterschätzten. Viele Führungskräfte geben Feedback, aber kaum jemand führt wirklich eine Feedback-Kultur. Was ist der Unterschied?
Feedback geben vs. Feedback-Kultur
Feedback geben ist ein Moment. Feedback-Kultur ist ein Klima. In einer Feedback-Kultur fühlen sich alle – vom Auszubildenden bis zur Geschäftsführerin – sicher genug, ehrlich zu sein. Das setzt voraus, dass Feedback kein Beurteilungswerkzeug ist, sondern ein Gesprächsangebot auf Augenhöhe.
Warum so viele Feedback-Initiativen scheitern
Weil Feedback oft als Einbahnstrasse gelebt wird: Von oben nach unten. Weil Kritik verkleidet als „konstruktives Feedback“ ankommt, aber wie Kritik klingt. Weil Menschen schlechte Erfahrungen gemacht haben und sich nicht öffnen.
Wie eine echte Feedback-Kultur entsteht
Der erste Schritt ist immer: Du als Führungskraft gehst voran. Bitte aktiv um Feedback auf Dein eigenes Verhalten. Nimm es an, ohne Dich zu rechtfertigen. Zeige, dass Ehrlichkeit keine Konsequenzen hat. Gebe Feedback nicht ungefragt. Der Aufbau einer guten Feedbackkultur braucht Zeit – und Konsequenz.
Was ich im Coaching und in Workshops erlebe
Menschen, die gelernt haben, Feedback als Geschenk zu sehen, verändern sich. Sie werden offener, entwicklungsbereiter und resilienter. Teams, die ehrlich miteinander sind, lösen Probleme schneller und gehen weniger in den passiv-aggressiven Widerstand.
Im Seminar und Coaching trainieren wir ganz konkret: Wie gebe ich Feedback, das gehört wird? Wie nehme ich Feedback an, ohne in die Defensive zu gehen?
Herzlich
Tanja
P.S.: Meine Artikel schreibe ich jeweils in der respektvollen Du-Form.