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Ein Elefant und ein Lama betreten einen Konferenzraum

    Wie zwei einprägsame Bilder in meinen Coachings und Supervisionen mehr bewirken als jede Kommunikationsregel.

    Du kennst den Moment: Montag, neun Uhr, Wochenmeeting. Auf der Agenda drei Entscheidungen, die schon zum vierten Mal vertagt werden. Eine Kollegin redet viel und sagt wenig. Eine andere beginnt zum sechsten Mal mit „Ich hatte doch damals schon gesagt, dass…“. Die Minuten ziehen sich. Das Thema bewegt sich nicht. Und alle wissen warum – aber niemand sagt es.

    In solchen Meetings bringe ich zwei Tiere mit. Einen Elefanten und ein Lama.

    Kein Witz. Und ja, es funktioniert.

    Der Elefant im Raum – für das, was alle spüren, aber niemand benennt

    In jedem Team gibt es Themen, die alle wahrnehmen, aber niemand ausspricht. Die Führungskraft, die eigentlich längst gehen müsste. Der Konflikt zwischen zwei Kolleginnen, der jedes Projekt bremst. Die Umstrukturierung, von der alle wissen, dass sie kommt – offiziell aber gibt es sie nicht.

    Das ist der Elefant im Raum. Riesig. Unübersehbar. Unbenannt.

    Solange er dort steht, aber niemand ihn anschaut, wirkt er wie ein schwarzes Loch. Jede Energie des Meetings zieht er an sich. Entscheidungen werden halb getroffen. Klarheit bleibt aus. Alle gehen frustriert nach Hause und wissen nicht, warum.

    In meinen Coachings stelle ich den Elefanten wörtlich in die Mitte des Raumes. Mal als Plüschfigur, mal nur sprachlich. Dann stelle ich eine einzige Frage:

    „Was stellt er dar?“

    Plötzlich wird das Unausgesprochene zum neutralen Gesprächsgegenstand. Niemand muss anklagen. Niemand wird blossgestellt. Die Wahrheit liegt auf dem Tisch und mit ihr die Chance, sie anzugehen.

    Das Dramalama – wenn Jammern Raum braucht, aber nicht alles fressen darf

    Jammern ist zutiefst menschlich. Es ist ein Hinweis auf ungehörte Bedürfnisse. Wer nie jammert, verdrängt. Wer immer jammert, bleibt stehen.

    In vielen Teams passiert Folgendes: Das Jammern bekommt keinen klaren Platz – also schleicht es sich in jedes Meeting, jede Entscheidung, jede Kaffeepause. Eine Person seufzt einmal. Drei andere steigen ein. Und die Energie, die eigentlich nach vorne gehen sollte, wird vom kollektiven Frust aufgesogen.

    Hier kommt das Dramalama ins Spiel.

    Ich hole es hervor, und wir vereinbaren eine klare Zeitlimite. Drei Minuten. Fünf Minuten. Jetzt darf gejammert werden. Alles, was drückt, darf raus. Ohne Relativieren, ohne „Ja, aber“, ohne vorschnelle Lösungsversuche. Das Dramalama hält das aus.

    Und wenn die Zeit um ist, legen wir es zur Seite. Das Team fühlt sich gehört. Der Frust hat einen Platz gehabt. Und die Energie, die vorher im Jammern hing, ist frei für das, was jetzt kommt: die Lösung.

    Warum zwei Tiere reichen, wo tausend Kommunikationsregeln scheitern

    Beide Tiere tun dasselbe: Sie machen etwas, das emotional aufgeladen ist, zu einem neutralen Gegenstand, den alle anschauen, benennen und weglegen können.

    Der Elefant verwandelt Tabu in Gespräch.

    Das Dramalama verwandelt Dauerjammern in verarbeiteten Frust.

    Das ist nicht niedlich. Das ist Führungskompetenz in Tierform. Und es funktioniert in jedem Team, das ich in den letzten elf Jahren begleitet habe.

    Dein Move für das nächste Meeting

    Bevor Du in Deine nächste schwierige Teamrunde gehst, frag Dich zwei Dinge:

    • Welcher Elefant steht gerade in unserem Team, den alle spüren, aber niemand benennt?
    • Wo fliesst unsere Energie ins Jammern, obwohl wir sie für Lösungen bräuchten?

    Wenn Du auch nur auf eine der beiden Fragen eine Antwort hast, hast Du Dein Thema fürs nächste Meeting. Und wenn Du magst, bringe eines der beiden Tiere mit – als Bild, als Sprachfigur, als kleine Plüschfigur auf dem Tisch. Du wirst staunen, wie schnell sich etwas verändert.

    Bereit, Elefant und Dramalama in Deinem Team einzusetzen?

    In einem kostenlosen 30-minütigen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo gerade Dein Elefant steht und ob Dein Dramalama zu laut singt. Melde Dich bei mir: Kontakt

    Herzlich

    Tanja

    P.S.: Meine Artikel schreibe ich jeweils in der respektvollen Du-Form.

    Hofstetter Coaching

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